3. Februar 2012, 12. Jahrgang, Ausgabe 5 Ausgabe: Nr. 5 » 3. Februar 2012

Feuer im Dach

Von Hans Stutz, 3. Februar 2012
Rassismus und Antisemitismus sind in den Fussball- und Eishockeystadien kaum mehr wahrnehmbar. Auch weil sich die Fanszene gewandelt hat. Doch der Polizeiaufwand für die Spiele der obersten Ligen ist gross. Eine Verschärfung des «Hooligan-Konkordats» soll Besserung bringen – gegen den Widerstand von Club­präsidenten.
Öffentlich wahrnehmbarer Rassismus und Antisemitismus sind selten geworden in den Fussball- und Eishockeystadien der obersten Schweizer Spielklassen. In den achtziger und neunziger Jahren war das noch anders: Fussballfans skandierten einerseits rassistische Sprechchöre, vor allem gegen... Mehr...

«Verwirrte Individuen»

Interview Katja Behling, 3. Februar 2012
Die politische Geschäftsführerin der Piratenpartei, Marina Weisband, hat antisemitische E-Mails erhalten.
Tachles: Sie haben antisemitische E-Mails erhalten. Welche Reaktionen auf Ihre diesbezügliche Bekanntmachung haben Sie am meisten beeindruckt und welche gegebenenfalls überrascht? Marina Weisband: Mich hat überrascht, wie viel Aufsehen das erregt hat. Schon vor Ewigkeiten habe ich... Mehr...

Eine leidvolle Tragödie

Von Behrouz Khosrozadeh, 3. Februar 2012
Nahezu europaweit unterstützen Politiker eine humanitäre Lösung für das Problem der Exil-Iraner in Irak. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon, die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton und auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel haben einen Aufschub der Abschiebung der iranischen Flüchtlinge aus Irak erwirkt.
In Irak bahnt sich eine humanitäre Tragödie an. Auf Druck des iranischen Regimes plant die irakische Regierung unter Premier Nuri al-Maliki die Ausweisung der Mitglieder der Volksmudschahedin, einer iranischen Oppositionsorganisation. Der irakische Plan sieht zuerst eine Umsiedlung der... Mehr...

Ein historischer Vergleich

Von Valerie Wendenburg, 3. Februar 2012
Das Kunstmuseum Basel und die Erben von Kasimir Malewitsch haben einen Vergleich über die Werke Malewitschs erzielt. Die Streitigkeiten über die Bilder, die sich seit Jahrzehnten im Kunstmuseum befinden, sind damit beigelegt.

Freuen dürfte der Vergleich auch die Besucher des Kunstmuseums Basel, die auch in Zukunft Werke von Kasimir Malewitsch (1878–1935) in Basel sehen dürfen. Die Erben des russischen Künstlers, das Kunstmuseum Basel und die Regierung des Kantons Basel-Stadt sind... Mehr...

Improvisation zugunsten Israels

Von Vivianne Berg, 3. Februar 2012
Einen Politiker, eine Juristin, einen Historiker, einen Musiker und den Fernsehmoderator Kurt Aeschbacher 
erlebte das Publikum am diesjährigen Benefizabend des Keren Hajessod.
Dass Israel Unterstützung braucht, war wohl für alle 220 Anwesenden des Keren-Hajessod-Talks am Sonntag eine Selbstverständlichkeit. Sami Bollag, Präsident des Keren Hajessod (KH) Schweiz, begründete, dass diese Unterstützung nach wie vor notwendig sei, um die... Mehr...

Zeitlose Musik

3. Februar 2012
Fans von Leonard Cohen können sich freuen: Der 77-Jährige veröffentlicht mit «Old Ideas» sein neustes Album. Und sowohl Musik wie auch die besungenen Themen fügen sich nahtlos in Cohens Werk ein. Trauer, Heilung, Heimkehr, Schuld und Vergebung, Liebe oder Religion... Mehr...

Neuer alter Likud-Chef

Von Jacques Ungar, 3. Februar 2012
Nur knapp die Hälfte aller Likud-Mitglieder sah sich am Dienstag veranlasst, an den Primärwahlen teilzunehmen. Binyamin Netanyahu siegte klar und bleibt zum fünften Mal Likud-Chef. Er gab sein Siedlungs-Credo ab und nahm den Befürwortern vorgezogener Knessetwahlen zunächst einmal den Wind aus den Segeln. Im Hintergrund nimmt die Iran-Diskussion zwischen Washington und Jerusalem an Intensität zu.
Innenpolitisch vermochten diese Woche die Primärwahlen des Likud kurzzeitig die Aufmerksamkeit der Israeli vom sonstigen Geschehen im Nahen Osten abzulenken. Nur knapp die Hälfte der 125 000 eingeschriebenen Mitglieder des Likud nahm am Dienstag an diesen Primärwahlen teil,... Mehr...

Spitzenmusiker in der Stadt am Rhein

Von Regula Rosenthal, 3. Februar 2012
Basel als Jazzstadt sorgt jedes Jahr für Furore, dies bereits seit 22 Jahren. Dieses Jahr kann man vom 16. März bis 6. Mai Jazz vom Besten geniessen. Als Novum geben sich nun auch viele Jazzmusikerinnen die Ehre.
Urs Blindenbacher, künstlerischer Leiter des Off-Beat-Jazzfestivals Basel, erläutert gegenüber tachles, wie Basel zur Jazzstadt wurde: «Vor 45 Jahren haben Jazzlegende George Gruntz und der im Jahr 2011 verstorbene Jazzfan Danni Tobler Jazz at midnight gegründet.»... Mehr...

Gekaufter Sieg

Editorial von Andreas Mink, 3. Februar 2012
Exklusive Sphäre. Nach seinem klaren Sieg bei den republikanischen Vorwahlen für die US-Präsidentschaft in Florida hat sich Mitt Romney einmal mehr selbst ein Bein gestellt. Der Multimillionär erklärte auf CNN, er mache sich über «ganz arme Leute keine... Mehr...
USA

Schliesst Botschaft in Damaskus

7. Februar 2012
Grossbritannien ruft Botschafter zu Beratungen nach London zurück.

US-Präsident Barack Obama hat angesichts der nicht nachlassenden Gewalt in Syrien am Montag die amerikanische Botschaft in Damaskus geschlossen und das Botschaftspersonal nach Hause zurück beordert. Die amerikanischen Interessen in Syrien werden nun von der polnischen Botschaft... Mehr...

Islamophobes Engagement

3. Februar 2012
 Christine Dietrich, zurzeit Pastorin von Siselen-Finsterhennen im Berner Seeland, hat bereits mehrmals öffentlich die Mitarbeit beim islamophoben deutschen Blog «Politically Incorrect» aufgekündigt. Erstmals 2007, letztmals im vergangenen Sommer, nachdem das deutsche... Mehr...
NEUE PROBLEME FÜR DEN PRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDATEN

Romney und das «M-Wort»

Von Andreas Mink, 6. Februar 2012
Die republikanischen Vorwahlen für die US-Präsidentschaft laufen zunehmend auf Mitt Romney zu. Doch während seine Gegner zurückfallen, tauchen neue Probleme vor dem Mormonen auf.

Am Samstag gelang Mitt Romney der von allen Beobachtern erwartete Sieg bei den republikanischen Vorwahlen für die US-Präsidentschaft in Nevada. Der ex-Gouverneur von Massachusetts konnte 48 Prozent der Stimmen erringen und damit seine verbleibenden Gegner Newt Gingrich (23... Mehr...
POLEN

Ein Tag für Gerechte unter den Völkern gefordert

7. Februar 2012
Polnische Bürger sind weltweit am meisten als «Gerechte unter den Völkern» ausgezeichnet worden.

Jüdische und historische Gruppen in Polen fordern die Einrichtung eines Tages zu Ehren nichtjüdischer Personen, die Juden während des Holocausts geholfen haben. Die Vereinigung der Kinder des Holocausts, die Jan-Karski-Vereinigung und das Museum der Geschichte der Juden Polens haben... Mehr...
REISEZIEL USA

Zuerst Lieberman, dann Netanyahu nach Washington

6. Februar 2012
Der Aussenminister trifft Clinton, während der Regierungschef von Obama empfangen wird.

Der israelische Aussenminister Avigdor Lieberman ist am Sonntagabend in die USA abgeflogen, wo er in den nächsten Tagen mit Persönlichkeiten des Kongresses, vor allem aber mit Aussenministerin Hillary Clinton konferieren wird. Es wird dies das erste Treffen der beiden Amtskollegen seit... Mehr...

Unvergessliche Klänge

3. Februar 2012
Am Teatro Colon in Buenos Aires begann für den damals 18-jährigen Giora Feidman eine Karriere, welche ihn weltweit bekannt machen sollte. Die Klänge des unvergleichlichen Klarinettisten sind heute vielen Menschen aus Filmen wie «Jenseits der Stille», «Schindlers... Mehr...
RABBINER SHMULEY BOTEACH

Kandidat für den Kongress?

7. Februar 2012
Der streitbare Rabbi will «jüdische Werte in das politische Gespräch einbringen».
In einer an die republikanische Partei des Bergen County geschickten Absichtserklärung hat der für seine oft unkonventionellen und unbequemen Ideen, Kolumnen und Bücher weit über die USA hinaus bekannte Rabbiner Shmuley Boteach seine Absicht bekundet, sich um einen Platz im... Mehr...

Die Armee und die Siedler

Zvi Barel zur Lage in Israel, 3. Februar 2012
Wer verfügt über die besseren Informationen: Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF), die nicht wussten, dass vor einem Monat eine Gruppe rechtsgerichteter Aktivisten geplant hatte, die Grenze nach Jordanien zu passieren, oder die Bande von in den Hügeln der Westbank... Mehr...
SÜDAFRIKA

Letzte jüdische Zeitung hat Finanzprobleme

6. Februar 2012
Der «Jewish Report» dementiert Gerüchte von einer bevorstehenden Schliessung.

Redaktion und Verlag des «Jewish Report», der letzten in Südafrika noch erscheinenden jüdischen Zeitung, geben zwar zu, dass das Blatt wegen rückläufigen Einkommens aus dem Inseratenverkauf in finanziellen Schwierigkeiten steckt, dementieren aber alle Berichte von... Mehr...
DER VERTRAG VON DOHA

Klare Worte von Premierminister Netanyahu

7. Februar 2012
Palästinenserpräsident Abbas müsse zwischen «Frieden mit Israel und einem Bündnis mit Hamas» wählen.

Kurz nach der Unterzeichnung des Vertrags in Doha, der Hauptstadt von Katar, der die Errichtung einer palästinensischen Übergangsregierung durch Fatah und Hamas mit Mahmoud Abbas an der Spitze vorsieht, meldete sich am Montag der israelische Regierungschef Binyiamin Netanyahu zu Wort:... Mehr...
SYRIENS OPPOSITION

Fällt Assads Militär noch diesen Monat?

6. Februar 2012
General al-Sheikh im türkischen Exil: Assads Truppen halten nicht mehr länger als einen Monat durch.

«Innert Tagen oder Wochen» wird Bashar Assads Armee fallen. Das zumindest behauptete am Sonntag gegenüber der britischen Zeitung «The Telegraph» General Mustafa al-Sheikh, der bisher ranghöchste Deserteur der syrischen Armee. Als Grund gab der in die Türkei... Mehr...
IRAN-USA

Obama setzt Teheraner Zentralbank auf die schwarze Liste

7. Februar 2012
Ziel ist die Abnabelung der iranischen Wirtschaft vom Grossteil der entwickelten Welt.

In einem Bestreben, die Sanktionen gegen Iran zu verschärfen, hat US-Präsident Obama am Montag den Handel mit der iranischen Zentralbank verboten. Zweck dieses Schrittes ist die völlige Abnabelung der iranischen von der amerikanischen Wirtschaft. Sollte die Massnahme durchschlagen,... Mehr...

Neue Facebook-Gruppe

3. Februar 2012
Auf Facebook gibt es neu eine Gruppe mit dem Namen «Jewish Community Switzerland». Diese geschlossene Gruppe, die am Mittwoch überschaubare 71 Mitglieder hatte, bietet allen Interessierten die Möglichkeit, mit Gleichgesinnten und Andersdenkenden jüdischen Mitmenschen in... Mehr...
MILITÄRISCHER ABWEHRCHEF ISRAELS:

«200000 Raketen gegen Israel gerichtet»

6. Februar 2012
Die Atom-Spekulationen von Generalmajor Aviv Kochavi.


Mit zwei Bemerkungen liess Generalmajor Aviv Kochavi, Chef der militärischen Abwehr Israels, an der diesjährigen Herzlyia-Konferenz aufhorchen: Damit, dass zu jedem gegebenen Zeitpunkt rund 200000 Raketen gegen Israel gerichtet seien (wobei Israel von einer nach wie vor intakten... Mehr...
» zurück zur Auswahl