Teherans langer Arm ist blossgelegt

Von Jacques Ungar , 17. Februar 2012
In Abänderung des bekannten geflügelten Wortes führen dieses Mal alle Wege nicht nach Rom, sondern nach Teheran, möglicherweise mit einem Zwischenhalt in Beirut. Für einmal scheint die kurze Zeit nach dem Anschlag von Neu-Delhi vom israelischen Regierungschef Binyamin Netanyahu aufgestellte Blitz-Analyse, wonach «Iran der weltweit grösste Exporteur von Terrorismus» sei, den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben.
Als ob Jerusalem noch einen weiteren Beweis für seine für den jüdischen Staat längst schon feststehende Theorie benötigt hätte, folgte nach dem Attentat von Neu-Delhi das missglückte Plagiat von Bangkok, das einen durch seine eigene Handgranate schwer verletzten... Mehr...

Intransigent und unhöflich

Carlo Strenger zur Lage in Israel, 17. Februar 2012
Seit Jahren schon bin ich gegen die Besetzung der Westbank durch Israel, und die fortdauernde Expansion israelischer Siedlungen entsetzt mich. Doch ich stehe vor einem linguistischen Problem: Wenn ich das Wort «Entsetzen» für den Umgang Israels mit den Palästinensern benutze,... Mehr...