Holocaust-Trauma und Gegenwart

11. Mai 2012
 Jessica Durlacher wurde 1961 in Amsterdam geboren, sie ist mit ihren preisgekrönten Romanen «Das Gewissen» (1997), «Die Tochter» (2000) und «Emoticon» (2004) in den Niederlanden eine Bestsellerautorin. Für ihren jüngsten Roman «Der... Mehr...

«Leid ist eine intime Angelegenheit»

Interview Valerie Wendenburg, 11. Mai 2012
Die niederländische Schriftstellerin Jessica Durlacher ist mit ihrem neuen Buch «Der Sohn» eine Mischung aus Familiendrama und Thriller gelungen. Im Gespräch mit tachles erzählt sie von der Entstehung des Romans, von ihrem Vater Gerhard L. Durlacher und von Ihren zukünftigen Projekten.
TACHLES: Ihr neuster Roman «Der Sohn» ist ein spannender Thriller mit autobiografischen Zügen. Wollten Sie schon lange über Ihren Vater, der Holocaust-Überlebender war, schreiben?JESSICA DURLACHER: Ich trage die Geschichte meines Vaters schon lange in mir. Als meine Mutter... Mehr...

Auszeichnung

11. Mai 2012

Die Stage School Zürich (SSZ), die von Nicoletta Braunschweig im Jahr 2002 gegründet wurde, hat einen Erfolg vorzuweisen: Der Choreograf Nunzio Impellizzeri hat mit der Tanzgruppe ssz_junior company am Choreografie-Wettbewerb Ballet-ex im Theater Orione in Rom mit seinem Stück... Mehr...

Jüdische Zeugnisse der École de Paris

Von Walter Labhart, 4. Mai 2012
Mit hochkarätigen Werken von Modigliani, Soutine, Utrillo und Suzanne Valadon ist die als Ensemble wenig bekannte Sammlung Jonas Netter in der französischen Metropole zu einem herausragenden Ausstellungsereignis geworden.
Kaum eröffnet, zieht in der Pinacothèque Paris seit dem 4. April die Ausstellung «Modigliani, Soutine et l’aventure de Montparnasse» Besuchermassen aus aller Welt an. In der Métro sind die grossen Farbplakate nicht zu übersehen, die zur Besichtigung einer... Mehr...

Siegfried Bernfeld Biografie

4. Mai 2012
Pünktlich zum Geburtstag des österreichischen Psychoanalytikers Siegfried Bernfeld erscheint im Psychosozial-Verlag eine Biografie. Am 7. Mai wäre Bernfeld 120 Jahre alt geworden, er verstarb jedoch bereits 1953 in San Francisco. Zuvor hatte er sich als herausragender... Mehr...

Klezmer

27. April 2012
Als Klarinettist der Gruppe Kol Simcha hat Michael Heitzler die Welt bereist. Mit drei jungen Musikern hat er nun eine eigene Band formiert, schlicht Michael Heitzler’s Klezmer Band genannt. Die Gruppe, welche aus dem Pianisten Christian Gutfleisch, dessen Bruder Johannes Gutfleisch am... Mehr...

Neue Bilder zum alten Konflikt

Von Andreas Schneitter, 27. April 2012
Können Graphic Novels dem israelisch-palästinensischen Konflikt eine Sprache geben, die in der täglichen Berichterstattung nicht mehr möglich ist? Sie können – als Bildmedien, die sich ihre Subjektivität stets vor Augen halten. Drei Neuerscheinungen zum Thema von Guy Delisle, Joe Sacco und Maximilien Le Roy.
Guy Delisle ist 42 Jahre alt, als er im Sommer 2008 mit seiner Frau und zwei Kindern in Jerusalem ankommt, aber er weiss nicht viel darüber, was ihn erwartet. Im Ostjerusalemer Viertel Beit Hanina, wo er mit Familie – seine Frau arbeitet als Sachbearbeiterin für die Organisation... Mehr...

Legendäre Entertainerin

20. April 2012
Mit über 140 Millionen verkauften Alben ist sie eine der kommerziell erfolgreichsten Musikerinnen aller Zeiten. Und seit ihrer Hauptrolle in dem Film «Funny Girl» aus dem Jahr 1968 zählt sie zu den grossen Stars in Hollywood. Die Rede ist von Barbra Streisand, die am... Mehr...

«Das verschmähte Genie»

Interview Yves Kugelmann, 20. April 2012
Der Zürcher Historiker Alexis Schwarzenbach untersucht in seinem Buch «Das verschmähte Genie» die Beziehung des Jahrhundertgenies Albert Einstein zur Schweiz und zeichnet dabei ein ungewohntes Bild des Wissenschaftsstars.
Tachles: Weshalb eine Biografie gerade über Albert Einstein, über den es schon so viele Bücher gibt?Alexis Schwarzenbach: Ich hatte das grosse Glück, zufällig von Albert Einstein selbst stammende Quellen zu finden – Briefe von 1933, die noch nicht veröffentlicht... Mehr...

Wie sagt man «Holocaust» auf Arabisch?

Tom Segev zur Lage in Israel, 12. April 2012
Aladin war der Sohn eines armen Schneiders, der laut einer der Geschichten in «Tausend und eine Nacht» dank einer Zauberlampe reich wurde. Die Wirklichkeit ist allerdings komplexer und schwieriger. Dennoch dürfte dem Namen «Aladin-Projekt» etwas symbolisches anhaften.... Mehr...

Berliner Zeitgeist und schöner Schein

Von Katja Behling, 12. April 2012
Die Modegrafikerin, Zeichnerin und Kostümdesignerin Dodo kannte Marlene Dietrich und Josephine Baker. Ihre Illustrationen widerspiegeln das moderne und mondäne Berlin der zwanziger Jahre. Nach einer künstlerisch folgenreichen Krise als Geliebte des Psychoanalytikers Gerhard Adler emigrierte die Jüdin 1936 nach London. Eine spannende Berliner Schau zeigt Dodos Werk nun erstmals der Öffentlichkeit.
Eigentlich fahndete Renate Krümmer nach einem antiken Silberkännchen – und machte eine sensationelle Entdeckung: Per Zufall stiess die Hamburger Kunsthändlerin im Jahre 2009 in einem englischen Auktionshaus auf die ausdrucksvolle Zeichnung einer mondänen... Mehr...

Mit Liebe zum Frieden

Interview von Joëlle Weil, 5. April 2012
Der Israeli Ronny Edry kämpft mit Hilfe von Facebook gegen den drohenden Krieg gegen Iran. Und das mit beachtlichem Erfolg. Hunderttausende schlossen sich weltweit in wenigen Tagen seiner Friedensbewegung an. tachles hat mit ihm gesprochen.
 
tachles: Wie viele Interviews haben Sie im letzten Monat gegeben?Ronny Edry: Ich habe bereits nach wenigen Tagen aufgehört zu zählen. Es sind zu viele, Hunderte bestimmt. Ihre Kampagne feiert einen rekordverdächtigen Erfolg auf Facebook. Bereits nach wenigen Stunden... Mehr...

Nachgebesserte Geister

Von Edi Goetschel, 5. April 2012
Aus der bereits in Strassburg gezeigten grossen Ausstellung «L’Europe des esprits» werden im Zentrum Paul Klee in Bern zwei Ausstellungen. Und diese wurden etwas nachgebessert. Zum Glück, denn was in Strassburg zu sehen war, grenzte vom politischen Standpunkt aus gesehen an einen Skandal.
Der Kopf scheint launisch auf das Blatt Papier gekritzelt worden zu sein: Ein Auge da, ein Auge dort, wulstige Lippen, hängender Mundwinkel. Über dem Kopf oder dem womöglich abgeschlagenen Haupt eine schraffierte Fläche. Wolken, die sich zusammenbrauen? Verdunkelter Himmel? Im... Mehr...

Renaissance des singenden Rabbis

Von Lisa Alcalay-Klug, 5. April 2012
Shlomo Carlebach, der «singende Rabbi», starb zwar schon im Jahr 1994, doch seine Lieder sind heute weltweit populärer denn je. Die Zahl der Synagogen und Minjanim, die den Stil des «Meisters» in Ehren halten, wächst laufend.
Als David und Batsheva Miller 1994 von Israel nach Kalifornien übersiedelten, vermissten sie insbesondere den «singenden Rabbi» Shlomo Carlebach und den von ihm gegründeten Ort Meor Modiim. Nicht einmal in Berkeley liess sich irgendetwas mit einem Schabbat in Meor Modiin... Mehr...

Gedanken zu Pessach

Von Gilles Bernheim, 5. April 2012
Gerade an Pessach denken die Menschen darüber nach, was Ägypten und der Auszug aus dem Land für das jüdische Volk bedeuteten. Gedanken über die Freiheit und die Herbeiführung einer besseren Welt.
Das Wichtigste am Auszug von Ägypten ist das Ziel: Das göttliche Versprechen des Landes Israel. Allein schon weil Ägypten der Ort unerträglicher Unterdrückung ist, sehnen sich die Kinder Israels nach ihrer Befreiung und beginnen vom ihnen von Gott verheissenen Land zu... Mehr...